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Babyupdate 1.-3. Monat

Schon sind sie um, die ersten 3 Lebensmonate mit meinem Babyboy! Aufregend war es, anstrengend hier und da, erkenntnissreich und voller Erfahrungen, mit denen ich so nicht immer gerechnet habe und das, obwohl man doch beim 2. Kind denkt, man wüsste schon fast alles...

Ich fühlte mich so unglaublich fit und zufrieden nach der Geburt, das war Glück pur. So habe ich es mir im Vorfeld selbst in den schönsten Träumen nicht ausgemalt. Ich hatte nach der Geburt meines ersten Sohnes vor 4,5 Jahren doch mit einer längeren und schmerzvolleren Regenerationsphase bedingt durch einige Geburtsverletzungen zu kämpfen. 
Diesmal war es einfach so anders und so viel angenehmer. 
Der Hammer kam dann jedoch schon bei den ersten Stillversuchen: Die Nachwehen! Oh mein Gott, teilweise dachte ich, die haben ein Kind im Bauch vergessen, so starke Nachwehen hatte ich. Diese hielten leider auch noch rund 2 Wochen an, wurden aber von Mal zu Mal immer erträglicher.
Die erste Nacht verschlief er noch weitestgehend sehr friedlich, aber schon in der 2. Nacht wollte er alle 30-60 Minuten an die Brust. Nicht nur, dass meine Brust bei so viel Beanspruchung förmlich „Aua“ schrie, auch war ich gar nicht mehr richtig ansprechbar so müde und erschöpft wie ich war. Dieser „Still-Rhythmus“ hielt zum Glück nur einige Nächte an, dann wurde es schnell angenehmer.
Diesmal kam auch der Milcheinschuss recht zügig, schon nach 3 Tagen und nicht erst nach 6 Tage wie bei Luka damals. Was angesicht einer Spontangeburt sehr spät war.
Fast eine Woche kämpfte ich mit den Folgen des Milcheinschusses, da ich mal wieder so viel Milch hatte, dass ich spontan noch die Nachbarskinder hätte mitversorgen können. Meine Brüste fühlten sich an, als wären sie mit 2 viel zu festen Silikoneinlagen vergrößert worden und drohten jeden Moment zu platzen. Ein großer Busen ist ja ganz nett, aber die Schmerzen waren furchtbar. Naja, nun weiß ich spätestens jetzt, dass eine Brust-OP für mich niemals in Frage kommt.
Ich trank viel Salbeitee um die Milchmenge zu reduzieren und legte Maksim mehrere Stillvorgänge hintereinander an derselben Brust an eh ich zur anderen Brust wechselte und schon nach 3-4 Wochen pendelte sich das ganze endlich ein. Ja, auch zu viel Milch ist keine schöne Sache. 
Maksim war erst 3 Wochen alt, da hatte er die erste Erkältung mit leichtem Fieber. Tja im Winter geboren und mit einem großen Bruder, der aus der Kita alle möglichen Keime anschleppt, da war das irgendwie vorprogrammiert.
So ein kleines Würmchen allerdings mit einer Erkältung kämpfen zu sehen, ist für das Mama- & Papaherz ganz furchtbar. Nach 2 Wochen war der Spuk glücklicherweise vorüber und der Kleine symptomfrei. Ach ja, da war ja dann noch mein Lippenherpes. Fast 2 Jahre ist der Virus nicht mehr bei mir ausgebrochen und dann passierte es kurz nach der Geburt. Eigentlich gar kein Problem normalerweise, ist halt nur nicht sehr schön anzusehen. Tatsache ist jedoch, dass man um jeden Preis eine Ansteckung eines Neugeborenen mit dem Herpesvirus vermeiden muss, da dies für ein so junges Baby gravierende Folgen haben kann. So bin ich 3 Tage und Nächte mit einem Mundschutz herumgelaufen, bis es nicht mehr ansteckend war. Das war furchtbar für mich. Denn ich konnte so nicht wirklich mit ihm kuscheln, ihn küssen oder nah genug an ihn herankommen um seinen tollen Babygeruch einzuatmen.
Nach einem knappen Monat konnte man dann auch von einem Tag-/Nachtrhytmus sprechen. Er wurde zum Abend hin richtig müde. So zwischen 18/19Uhr, begann das sogenannte Clusterfeeding, teilweise 2 Stunden lang, bevor er in einen sehr tiefen Schlaf fiel, man ihn gut ablegen konnte und er wirklich auch auch einige Stunden am Stück schlief. Manchmal waren es nur 2 Stunden oft aber 3-4 Stunden. 
Grundsätzlich ist Maksim noch mehr am Schlafen als er wach ist. Oft wacht er zwar auf, ist aber sehr quengelig, weil er weiter schlafen möchte. 
Was ich so nicht kannte von meinem ersten Sohn, das permanente Einfordern von Körperkontakt insbesondere zum Einschlafen und auch während des Schlafens. Wird Maksim nicht im Arm gehalten, schläft er weder ein noch weiter. Ablegen ist somit quasi unmöglich. Abgesehen von abends und nachts, da klappt es sehr gut.
Nach nur wenigen Wochen dann das erste Lächeln. Ich schmolz dahin... Und kann mich daran einfach nicht satt sehen. 
Gibt es etwas Schöneres und Ehrlicheres als ein Kinderlächeln?! Ich merke, dass er mich erkennt. Mein Gesicht, meine Stimme, mein Geruch und meine Berührungen werden für ihn immer bekannter und er freut sich merklich über meine Anwesenheit. 
Nun fühlt man sich nicht mehr nur wie die Milchbar fürs Baby, vielmehr bin ich nun zu seiner Bezugsperson geworden 
Mit 2 Monaten müssen wir auf Größe 62 wechseln, das geht sooo schnell alles.
Trotzdem wirkt er sehr viel zarter als Luka damals, den wir wegen der vielen Speckröllchen liebevoll oft Michelinmännchen genannt haben.
Wir haben an einigen Abenden mal ein Fläschchen mit Pre-Milch ausprobiert und auch wenn Maksim die Flasche recht schnell gut angenommen hat, hat er dann nachts leider mit Bauchschmerzen zu kämpfen gehabt. Dadurch war dann die Nacht für ihn und mich nicht sehr erholsam und daher stellten wir die Fläschchenversuche schnell wieder ein und verschoben das Thema Fläschchen bis auf Weiteres. Es klappte ja auch mit dem Stilen ganz hervorragend und irgendwie ist es auch total praktisch. Immer da, immer die richtige Temperatur und gerade Maksim braucht den Körperkontakt und die Nähe noch ganz besonders.
Bis zum Ende des 3. Lebensmonats wird Maksim noch immer alle 1-2 Stunden tagsüber gestillt und nachts alle 1,5-3 Stunden. Das ist insbesondere im Vergleich zum Großen damals doch noch sehr oft. Trotzdem stille ich ihn noch sehr gern und gerade unterwegs ist es einfach sehr praktisch. 
Ich freue mich schon sehr über all die nächsten gemeinsamen Schritte und Erfahrungen, die die nächsten Monate mit sich bringen. 
Das erste Babyjahr ist so wundervoll und aufregend zugleich:)

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