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Festival of Lights mit Baby & Vorschulkind - Klappt das?

Nikolaiviertel
Nikolaiviertel

Familienausflug bei Nacht

Es war mal wieder soweit... Wir haben dem Großen einen ganz besonderen Ausflug versprochen und haben eine Weile hin und her überlegt wo es hingehen sollte. Pinguinbad in Brandenburg (zu weit),Dinopark in Germendorf (zu weit und eher für einen ganzen Tag gut), Naturkundemuseum (war er schon recht häufig), Legoland (zu teuer für uns alle), Zoo/Aquarium (ist er ca. 1x/monatlich mit dem Kindergarten) usw... 

Irgendwann kam uns dann die Idee abends zum Festival of Lights zu gehen.
Wir waren jedoch skeptisch, ob das mit Baby und lauffaulem Vorschulkind klappen würde...


Zeitlicher Ablauf & Route

In Frage kam nur ein Wochentag, da es am Wochenende erfahrungsgemäß einfach zu voll ist. Außerdem sollte die Sonne am besagten Tag um 18.22Uhr untergehen, die Illuminationen gegen 19h starten und so ging es um 18.30Uhr los Richtung U7 bis Wilmersdorfer Straße und dann mit der S-Bahn weiter bis Hackescher Markt. Von dort folgten wir dem blauen „Walk of Lights“ Richtung Stadtmitte und fuhren im Anschluss mit der U2 bis Deutsche Oper und liefen das letzte Stück wieder nach Hause. 
Zu Hause angekommen waren wir gegen 21.30h und im Bett waren die beiden Räuber dann um 22h

Vorbereitungen

Da wir bereits gegen 18.30h zu Hause loslaufen wollten und somit nicht genügend Zeit für Abendbrot gewesen wäre, schmierte ich Brote für alle, packte Möhren und Beeren zumSnackenundauchGetränke für unterwegs ein.
Für den Mini gab es zu Hause noch schnell Abendbrei und eine Milchflasche für unterwegs nahmen wir vorsichtshalber noch mit. Dann verpackten wir den Mini in eine gemütliche Decke, ließen die Spieluhr mit Schlafliedern laufen und machten uns auf den Weg zum Festival of Lights. 
Der Mini schlief sofort im Kinderwagen ein um kurz vor 19h und da wir zu zweit waren, konnten wir den Kinderwagen gut die Treppen rauf und runter tragen in den U- und S-Bahnhöfen, denn Fahrstühle bzw. Rolltreppen gibt es leider einfach nicht überall.
Kaum am Alexanderplatz und dem Fernsehturm gegen 20h angekommen, wachte der Mini jedoch auf und schlief auch erst zu Hause in seinem Bettchen wieder ein. Zu groß die Aufregung und Neugierde über all die Lichter, Farben und Menschen. So lange wir in Bewegung blieben war auch alles gut und der Mini machte super mit. 

Wie gefiel es Luka und uns?

Kurz gesagt: Es war schön, aber auch anstrengend!

Luka war sofort hin und weg von den Lichtern und besonders die Illuminationen mit Motivwechsel oder gar einer richtigen Lichtershow hatten es ihm angetan. Ganz vorneweg der Fernsehturm, das alte Stadthaus und das Hotel de Rome

Die Route war ca. 3-4km lang und trotz etwas (leider!) lauffaulem Großen klappte es erstaunlich gut. So lange wir die Illuminationen sahen. Es gab ein größeres unbeleuchtetes Stück zwischen Nikolaiviertel und Gendarmenmarkt, da kam sie dann plötzlich auf - die große Langeweile gepaart mit Müdigkeit-, aber beim Hotel de Rome und der mehr als wundervollen Lichtershow war fast alles wieder vergessen.

Wir überlegten noch kurz von dort aus Unter den Linden bis zum Brandenburger Tor zu laufen und dann von dort aus mit der U-Bahn nach Hause zu fahren, aber der Große streikte. 
Es war mittlerweile kurz nach 21h und er war vom Kindergartentag, der Übernachtung bei den Großeltern am Abend zuvor und der bis dahin schon zurückgelegten Strecke einfach zu erschöpft. Und es sollte ja insbesondere für ihn ein schöner Ausflug sein. Also stiegen wir am U-Bahnhof Stadtmitte in die U2 und fuhren Richtung Zuhause. 
Ein weiteres und damit letztes Highlight für den Großen hatte die U-Bahnfahrt dann auch noch zu bieten, denn die U2 fährt sogar ein kurzes Stück aus dem Tunnel heraus und überirdisch. Wie leicht es manchmal doch ist Kinder zu begeistern... Seitdem fragt er uns immer wieder, wann wir denn nochmal mit der U2 fahren;)

Den letzten Metern zu Fuß bis nach Hause und den immer schwerer werdenden Beinen trotzten wir mit „Ich sehe etwas was Du nicht siehst...“ und beide Kinder fielen zu Hause angekommen, sofort todmüde ins Bett.

Fazit: Es hat sich gelohnt, auch wenn man mit Kind(ern) keine großen Strecken zurücklegen kann. Und es war soooo schön etwas zu viert zu unternehmen. Erstaunlicherweise hat der Mini nach dem kurzen Powernap auf der Hinfahrt nicht nur gut durchgehalten sondern hatte auch Spaß und war fasziniert von den ganzen Lichtern. Kurzes Quengeln mal hier und da, wenn wir zu lange irgendwo stehenblieben, aber ansonsten habe ich es mir eigentlich sogar etwas anstrengender vorgestellt als es dann tatsächlich war. 


Überlegung für das nächste Festival of Lights mit Kids?

Das Festival vom Boot aus anschauen zum Beispiel!

Ein tolles FoL-Boot fuhr einmal an uns auf der Spree vorbei und es war toll beleuchtet und mein Sohn sagte gleich, das würde er dann gern im nächsten Jahr machen. Und vielleicht ist das mit kurzen Kinderbeinen und einem Laufanfänger - nächstes Jahr wird Maksim fast 2 Jahre alt sein-wirklich gar keine schlechte Idee.


P.S.: Wie gern hätte ich langzeitbelichtete Bilder mit Spiegelreflexkamera und Stativ vom Festival gemacht, aber mit Kids und dem Anspruch möglichst viel in kurzer Zeit zu sehen um keine Langeweile aufkommen zu lassen, hat es leider nur für Handybilder gereicht. 

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